Wer ist eigentlich Tim Schumacher

Nachricht 01. November 2026

Einleitung

Unsere Reihe „Wer ist eigentlich…?“ geht in die nächste Runde! In dieser Ausgabe lernen wir Tim Schumacher kennen.

 

In diesem Interview verrät er unter anderem, wie er zwischen Hörsaal, Orgel und Kinderchor seinen Alltag meistert und was die Andreasgemeinde für ihn zu einem so herzlichen Ort macht.

 

Lieber Tim, vielen Dank für deine Zeit und deine ehrlichen, persönlichen Einblicke!

Wer ist eigentlich Tim Schumacher?

Wer bist du – und was sollte man über dich wissen, bevor man dich näher kennenlernt?

Ich bin Tim Schumacher, 24 Jahre alt, und komme aus Neuss am Rhein, ganz in der Nähe von Düsseldorf. Vor zweieinhalb Jahren bin ich für mein Lehramtsstudium mit den Fächern Evangelische Religion und Musik nach Osnabrück gezogen. Seit etwa eineinhalb Jahren spiele ich regelmäßig sonntags im Gottesdienst der Andreasgemeinde Orgel oder Klavier und leite seit Kurzem zusammen mit Emilia den Kinderchor „ChOHRwürmer“ in der Gemeinde.

Wie sieht ein ganz normaler Tag bei dir aus?

In der Vorlesungszeit der Universität stehen zumeist vormittags Vorlesungen, Seminare und Instrumentalunterricht an. Mittags geht es dann mit Freunden in die Mensa und danach weiter in die Bibliothek zum Lernen oder zum Schreiben von Hausarbeiten. Am Abend stehen schließlich verschiedene Band- oder Chorproben auf dem Programm.

Was hättest du deinem Jüngeren Ich gerne früher gesagt?

Energie im Alltag bekomme ich durch inspirierende Lehrveranstaltungen und kleine Erfolgserlebnisse in der Uni. Genauso frustrierend und energieraubend sind hingegen langweilige, unnötige Seminare oder Hausarbeiten, die einfach nicht fertig werden wollen. Als Ausgleich hilft es mir sehr, regelmäßig die verschiedensten Sportarten zu betreiben – am liebsten Joggen oder Home-Workouts in der WG –, um mich fit zu fühlen.

Gab es eine Begegnung oder ein Erlebnis, das dich nachhaltig geprägt hat?

Hier ist sicherlich die Begegnung mit der Musik Johann Sebastian Bachs zu nennen. Sie hat den Beginn meiner musikalischen und theologischen Laufbahn bewirkt und ist mir seitdem immer eine große Inspiration geblieben. Ein konkretes Erlebnis war zudem die Aufnahmeprüfung für den C-Kurs in Köln. Ich erfuhr erst zwei Tage vor der Eignungsprüfung von dessen Existenz, habe die Prüfung dann aber trotz aller Spontanität bestanden und so wurde dann meine kirchenmusikalische Laufbahn eingeläutet.

Gibt es etwas, das dir Hoffnung gibt, auch wenn es schwierig wird?

Ich glaube fest daran, dass Gott uns immer umgibt und in schwierigen Situationen da ist, um uns zu trösten und uns neuen Mut zu geben. Dieses Gefühl lässt sich auch in vielerlei Musik wiederfinden, die einem auf diese Weise ebenfalls Kraft geben kann.

Was bedeutet für dich ein gutes Leben?

Auf bewusste Art und Weise einen Weg zu finden, nach den eigenen Möglichkeiten und Gegebenheiten des Lebens zufrieden und glücklich zu sein und zu werden. Oder auch einfach mit Familie oder guten Freunden Zeit zu verbringen und füreinander da zu sein.

Gibt es Fragen, auf die du noch keine Antwort hast, die dich aber beschäftigen?

Natürlich beschäftigt mich die Frage, warum es Leid und all die vielen Probleme in der Welt, aber auch im eigenen Leben gibt. Wahrscheinlich wird man darauf nie eine wirklich zufriedenstellende und vor allem endgültige Antwort finden. Dennoch ist es wichtig und oft nützlich, immer wieder neu darüber nachzudenken. Auch beschäftigt mich der Rückgang des gesellschaftlichen Interesses hierzulande an den Kirchen und an Religion überhaupt.

Was verbindest du persönlich mit unserer Kirchengemeinde?

Mir fallen sofort die vielen lieben, engagierten Menschen ein, die die Gemeinde zu einem sehr lebensfreundlichen Ort machen. Und natürlich auch die verschiedensten Gottesdienstformate, die die Kirche immer wieder mit Leben füllen – eine Vielfalt, die ich in einer kleinen evangelischen Gemeinde etwas außerhalb der Stadt hinterm Piesberg einfach nicht erwartet hätte.

Was möchtest du den Menschen in unserer Gemeinde mit auf den Weg geben?

Seid euch bewusst, was für eine lebendige und herzliche Gemeinde ihr hier habt.
Lasst euch immer wieder durch die Musik – egal ob beim Zuhören oder beim eigenen Singen – Freude schenken und glücklich machen. Passend dazu möchte ich euch die Worte aus dem ersten Thessalonicherbrief mitgeben: „Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“

Tim Schumacher