Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst
 Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst

16. Gruß aus der Andreasgemeinde

Liebe Gemeindemitglieder der Andreasgemeinde,

 

gibt es jetzt keinen Gruß aus der Andreasgemeinde mehr? Doch, den gibt’s noch. Diesmal allerdings ein paar Tage später. Obwohl ich schon darüber nachgedacht habe, wie lange es wohl angemessen ist, diesen Gruß weiterhin zu verschicken. Ich bin der Meinung, wir sollten das auf jeden Fall so lange tun, bis die Gruppen und Kreise sich wieder in gewohnter und bewährter Form treffen können. Wie sehen Sie, wie seht Ihr das? Haben Sie sich schon so an den Gruß gewöhnt, dass sie ihn am Freitag oder Samstag vermisst haben? Oder haben Sie es gar nicht gemerkt? Oder denken Sie eher, jetzt könnte es ruhig aufhören? Schreiben Sie mir gerne Ihre Meinung oder rufen Sie mich an. Vielleicht ist solch ein Gruß aus der Andreasgemeinde ja sogar etwas über Corona-Zeiten hinaus? Nicht unbedingt jede Woche, aber vielleicht monatlich oder vierteljährlich? Mir gehen da viele Gedanken durch den Kopf.

 

Doch nun möchte ich Ihnen den Grund nicht vorenthalten, weshalb dieser Gruß nicht in der letzten Woche bei Ihnen ankam: Ich war etwas aus der Zeit gefallen. Für vier Tage war ich abgetaucht oder besser gesagt hoch hinaufgestiegen. Mit einem Freund habe ich eine Bergtour in den Kitzbüheler Alpen unternommen, und es war eine wundervolle Zeit. Vier Tage einmal so gut wie nichts Aktuelles hören über Virus, Politik, Gesellschaft oder Sport. An manchen Tagen sind uns nur zwei oder drei Menschen unterwegs begegnet. An einem Abend bin ich nach einer langen Bergtour und dem Abendessen auf der Hütte sogar noch einmal aufgebrochen, um ein Netz für das Handy zu finden. 40 Minuten war ich unterwegs, bis ich wenigsten ganz schwachen Empfang hatte, weil ich meiner Frau versprochen hatte, mich an diesem Abend bei ihr zu melden. Vier Tage waren wir unterwegs, vom Erholungswert kam es mir wie zwei Wochen vor. Schneebedeckte Berggipfel, Sonnenschein und Wolken, blühende Bergwiesen mit Silberdisteln, Alpenveilchen, Enzian, Glockenblumen, Lilien und noch vielem mehr. Ziegen, Schafe, Kühe, Pferde, Murmeltiere, Adler … Wir haben geschaut und gestaunt und die Bilder in uns aufgesogen. Was für ein Glück. Welch ein Segen! All dies zu genießen und mit einem Freund zu teilen. Danke Gott!

 

Und am Sonntag durfte ich wieder Gottesdienst in der Andreaskirche feiern, und fast jeder der nun reduzierten Stühle war besetzt. Ich habe Menschen getroffen, die ich lange nicht gesehen habe und mich riesig gefreut. Ich habe daran gedacht, dass wir eigentlich am Samstag unser Gemeindefest feiern wollten. Schade, dass so vieles zur Zeit ausfallen muss. Trotzdem gibt es intensive Erlebnisse und Begegnungen, für dich ich dankbar bin und in denen ich auftanken kann. Die Bergtour, die Gottesdienste, Telefonate und Gespräche. Ja, vieles ist anders. Aber nicht alles ist schlechter. Ein Gottesdienstbesucher hat mir geschrieben: „Auch zu Coronazeiten lohnt es sich in den Gottesdienst zu gehen. Es ist einfach eine Zeit der Besinnung auf das Wesentliche. Wir haben diese Zeit sehr genossen.“ Dem kann ich nur zustimmen.

 

Ich grüße Sie herzlich. Seien Sie gesegnet

Ihr/Euer Martin Steinke 

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