Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst
 Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst

Brot für die Welt - Nötig und wirksam seit 60 Jahren

Schon seit 60 Jahren arbeitet Brot für die Welt dafür, dass Menschen weltweit ein Leben in Würde führen können und Armut überwunden wird. Wir unterstützen in über 90 Ländern der Welt kompetente Organisationen, die sich für das Wohl ihrer benachteiligten Landsleute einsetzen. Einige dieser Partnerorganisationen beraten Kleinbauernfamilien, damit sie nachhaltig und umweltschonend vielfältige und gesunde Nahrungsmittel anbauen. Andere sind im Bereich der sozialen Arbeit aktiv, z. B. in Slums und bieten dort u. a. Hausaufgabenhilfe und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche an. Damit schaffen sie  Lebensperspektiven und bewahren manche vor dem Abstieg in die Kriminalität. Rechtsberatung bei Schwierigkeiten in der Verteidigung des eigenen Stückchens Land und medizinische Basisversorgung sind genauso Bestandteil der Arbeit des weltweiten Partnernetzwerkes von Brot für die Welt wie auch die Befreiung von Kindern aus sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen.

Evangelische Gemeinden in Deutschland und in Österreich unterstützen und ermöglichen die Arbeit von Brot für die Welt durch Kollekten. Was vor 60 Jahren begann, ist auch weiterhin nötig und wirksam.

 

 

 

 

Die Schere zwischen Arm und Reich wird weltweit immer spürbarer. Das hängt auch mit unserem Lebensstil in Europa zusammen. Darum beschränkt sich die Arbeit von Brot für die Welt nicht auf Länder Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas, sondern umfasst auch Kampagnen und Aktionen dafür, dass wir hierzulande bedenken und prüfen, wie wir gerechter leben und handeln können. Manchmal muss man auch zweimal hinschauen, um die Probleme zu erkennen. In Ländern, die als Schwellenländer bezeichnet werden, ist die Armut mitunter gut verborgen oder existiert neben unvorstellbarem Reichtum. Gerade dort kommen staatliche Gelder bei den Ärmsten oft nicht an und Hilfe ist nötiger denn je. Nicht selten leugnen Regierungen soziale Missstände und Menschenrechtsverletzungen und behindern Partnerorganisationen, wenn sie dies thematisieren.
Daher brauchen unsere Partnerorganisationen unsere Unterstützung, verlässlich und verbindlich – auch in Zukunft. Wir bringen ihre Anliegen zu Gehör, durch Öffentlichkeitsarbeit, durch Lobbygespräche mit Politik, Diplomatie, Nichtregierungsorganisationen, Kirchen. Zusammen mit allen, die Brot für die Welt hierzulande verbunden sind, werden wir die Arbeit fortsetzen. Denn wir sind zutiefst überzeugt, dass Gott für alle Menschen „das Leben in seiner ganzen Fülle“ (Johannes 10,10) verheißen hat und dass die Arbeit für mehr Gerechtigkeit deshalb unser Auftrag ist

 

 

IN DIE ZUKUNFT
INVESTIEREN


Ali Sesay aus dem westafrikanischen Sierra Leone hat sich seine Sorgen nie anmerken lassen. Nicht, als ihm das Geld fehlte, um Schuluniformen für die Kinder zu kaufen. Nicht, als er ihnen weder Stifte noch Hefte besorgen konnte und sich deswegen schämte vor dem Lehrer und seinen Nachbarn. Und selbst dann nicht, als er fast verzweifelte, weil der Ertrag seines Reisfelds Jahr für Jahr geringer ausfiel und seine Familie in den Monaten vor der Ernte nie genug zu essen hatte. Der Kleinbauer wollte unbedingt einen Weg aus der Armut finden, um seinen Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch er wusste nicht wie. Umso glücklicher war er, als Mitarbeitende der Siera Grass-roots Agency (SIGA), einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, in sein Dorf kamen und den Ärmsten der Armen ihre Unterstützung anboten – unter der Voraussetzung, dass sie selbst mit anpacken würden. Das hat Ali Sesay getan. Niemand in seinem Haushalt muss mehr Hunger leiden. Und alle seiner Sprösslinge im schulfähigen Alter gehen
zum Unterricht – ausgestattet mit allen Dingen, die sie zum Lernen brauchen. Er und die anderen Männer des Dorfes haben gelernt, wie man neue Sorten von Maniok und Reis erfolgreich anbaut. „Mein Ertrag hat sich verdoppelt“, erzählt Ali Sesay. Und deshalb kann er heute stolz sagen: „Die Saat ist aufgegangen.“ Text und Foto: Helge Bendl

 

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