Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst
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Besinnung zum Totensontag

Was feiern Christen am Totensonntag?

Das Kirchenjahr endet mit dem Totensonntag. An diesem Tag gedenken evangelische Christen der Toten. Die offizielle Bezeichnung der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) lautet "Ewigkeitssonntag" oder "Gedenktag der Entschlafenen für das Totengedenken". Der Feiertag findet jedes Jahr am letzten Sonntag des Kirchenjahres statt, dem Sonntag vor dem ersten Advent. Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag geht auf den preußischen König Friedrich Wilhelm III im 19. Jahrhundert zurück. 1816 führte er diesen Feiertag zum "Gedenken der Entschlafenen" ein. Anlass hierfür waren wahrscheinlich die vielen Gefallenen der Befreiungskriege gegen Napoleon. Zudem soll Wilhelms Trauer um seine verstorbene Frau Luise ein Grund für die Entstehung des Totensonntags sein. Der Gedenktag verbreitete sich schnell unter den Kirchengemeinden in Deutschland. Zuvor sah das evangelische Kirchenjahr im Gegensatz zum katholischen keinen Totengedenktag vor.

Die Bezeichnung – Totensonntag oder Ewigkeitssonntag – sollte sich bei jedem Gläubigen nach seiner inneren Einstellung zum Tod richten. Mit dem Ewigkeitssonntag will die evangelische Kirche den Fokus weg von Tod und Vergänglichkeit lenken. Stattdessen sollen christliche Werte wie Hoffnung und die Vorstellung von Ewigkeit und Wiederauferstehung im Mittelpunkt stehen. Ob gläubig oder nicht – für viele Menschen in Deutschland hat der Totensonntag eine persönliche Bedeutung. Sie besuchen Friedhöfe, zünden Kerzen an und schmücken die Gräber von verstorbenen Verwandten oder Freunden. Zu den Bräuchen zum Totensonntag gehört auch, dass evangelische Gottesdienste in Friedhofskapellen abgehalten werden. Bei Glockenläuten verliest der Pfarrer die Namen der Verstorbenen des zurückliegenden Kirchenjahres. Für gewöhnlich erscheinen zu diesem Gottesdienst die Angehörigen der Toten und zünden eine Kerze an. Das Verklingen der Glocken soll die Gläubigen an ihre eigene Vergänglichkeit erinnern. AB

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