Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst
 Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst

Unsere Kleiderkammer

Öffnungszeiten

Montag:        15.00 - 17.00 Uhr

Donnerstag: 15.00 - 17.00 Uhr

 

Kontakt

Ilona Bockstätte                    

Telefon (0) 5406 1652          

 

Wissenswertes rundum die Kleiderkammer

40 Jahre Kleiderkammer – das ist eine gute Gelegenheit, hinter die Kulissen zu schauen und zusammenzutragen, was dort unbemerkt bewältigt wird.

Die Kleiderkammer öffnet zwei Mal wöchentlich, montags und donnerstags. Es sind meist sieben Helfer da. Umgerechnet bedeutet das: pro Woche kommen über 30 Einsatzstunden zusammen. Woanders ist es üblich, dass die Helfer zumindest eine Aufwandspauschale bekommen. Gründerin Hilma Fischer sagte dazu: „Hier wird umsonst gespendet, also wird auch ohne Kosten verteilt.“ So ist es bis zum heutigen Tag geblieben. Alle Helfer sind schon lange dabei, die Dienstälteste seit über 30 Jahren. Zuwachs ist selbstverständlich herzlich gern willkommen. Ohne Bezugsschein kann nicht abgeholt werden. Nur Bedürftige erhalten Hilfe. 2017 kamen fast 1000 Besucher. 866 Erwachsene und 141 Kinder. Die größte Familie bestand aus 13 Personen. Kinderreiche Familien sind nicht selten dankbar für die Unterstützung.

Im Laufe der Zeit kennen die Helfer die Besucher gut und wissen genau, was gebraucht wird. Sie halten die Augen auch im privaten Umfeld offen. Der wortwörtlich größte aktuelle Wunsch einer kinderreichen Familie ist ein riesengroßer Topf, in dem für alle gekocht werden kann. (Haben Sie zuhause einen stehen, den Sie nicht mehr brauchen? – Bringen Sie ihn gern!) Sie haben Einzelschicksale im Blick. Es gibt Bedürftige, die aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen können. Dann wird schon mal nach dem Bedarf gefragt und bis nach Hause geliefert. Andere haben keine Möglichkeit, den Weg zu organisieren. Wenn also ein großes Fahrzeug vor der Kleiderkammer steht, hat einer der Helfer mehrere Bedürftige abgeholt und bringt diese dann auch wieder nach Hause.

Gespendete Sachen werden bitte in einem ordentlichen Zustand abgegeben. Es wird alles gebraucht: Kleidung, Hauswäsche, Haushaltsgeräte, Deko, Geschirr, Lampen, Spielzeug, Babyausstattung, Fahrradhelme ….Es gibt eigentlich nichts, was keine Verwendung findet. Die Helfer haben im Laufe der Jahre ein gutes System entwickelt. Ständig wird sortiert, durchgeschaut, eingeräumt. Alles hat einen festen Platz. Auch auf den Kleiderstangen: Über 1000 Bügel wollen gut geordnet sein. Sonst verliert man schnell den Überblick.

Was in der Kleiderkammer keine Abnehmer findet, wird weitergegeben. Es hat Tradition, dass „Ladenhüter“ von einem der Helfer auf Flohmärkten angeboten werden. Der Erlös geht zu 100 % in einen guten Zweck. Die Heilpädagogische Hilfe bekommt ebenfalls regelmäßig Lieferungen: Zur eigenen Verwendung, oder aber die schadhaften Sachen zur Weiterverarbeitung. Das eine oder andere Mal freute sich schon „Annas Lädchen“ in Osnabrück über eine Spenden-Weitergabe, um alleinerziehende Eltern zu unterstützen. Aus den Reihen der Helfer werden Spenden per Paket oder LKW nach Russland bzw. in das Tschernobyl-Gebiet organisiert. Für den Zoll eines LKW-Transportes müssen ungefähr 300 € gezahlt werden, ein Paket kostet knapp 50 € Versand. Die Kosten bringen die Helfer selbst auf.

Seit März 2017 hat das Malteser-Integrationsbüro seinen Platz in der Andreasgemeinde. Schnell hat sich auch hier eine gute Zusammenarbeit entwickelt. Flüchtlingsfamilien erhalten über die Kleiderkammer Unterstützung bei der Wohnungs-Erstausstattung. Der „Internationale Kaffeeklatsch“ freut sich über Tischdecken und -deko. Wird ein neuer Sprachkurs angeboten, gibt die Kleiderkammer die Infos an passende Besucher durch Direktansprache weiter.

Kurz zusammen gefasst kann man sagen: Die Kleiderkammer rührt in vielen Töpfen. Hier wird über den Tellerrand geschaut und gern mit anderen zusammengearbeitet. Hier lebt der Hauptgedanke „Für andere da sein und helfen, so gut und so viel es geht“.

                                                                                                                                 Katrin Fuhrmann

 

Alte Kleider und Textilien gehören nicht in den Müll, sondern in die Kleiderkammern oder Kleidercontainer der Kirchengemeinden bzw. karitativen Einrichtungen. Der Meinung sind viele Mitbürger, und das ist gut so. Denn bundesweit versorgen Kleiderkammern Millionen von Menschen mit gut erhaltener Kleidung und Schuhen. In Wallenhorst macht das u. a. die Kleiderkammer im Gemeindehaus der Ev.-luth. Andreasgemeinde. Seit über 30 Jahren gibt es diese Einrichtung. Gegründet hat sie Hilma Fischer, die als damalige Gemeindeschwester die Bedürftigkeit in einigen Familien sah. Mit ihrer Hilfe wurden Menschen mit kleinem Geldbeutel mit gut erhaltener Kleidung versorgt. Inzwischen führen Ilona Bockstette und Agnes Dorenkamp diese Arbeit im Sinne von Frau Fischer fort. Beide sind bereits seit 25 Jahren im Team der Kleiderkammer. Sie werden von sieben weiteren ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Mit dabei ist Burkhard Hörnschemeyer, der im Jahre 2011 für seine vielfältige ehrenamtliche Arbeit mit dem Stein des Anstoßes ausgezeichnet wurde.

In den Regalen der Kleiderkammer im Untergeschoss des Gemeindehauses an der Uhlandstraße stapeln sich gut sortiert Kinderbekleidung sowie Pullover und Shirts für Erwachsene. Mäntel, Jacken, Blusen, Sakkos und Hosen hängen geordnet auf Kleiderständern. Auch Schuhe, Bett- und Tischwäsche sind im Angebot. Selbst Bücher und Porzellan sowie weitere Haushaltsgegenstände finden stets dankbare Abnehmer. Neue Ware ist natürlich sehr begehrt, vor allem zum Sommer- und Winteranfang. „Wir helfen Menschen in Notlagen und schwierigen sozialen Situationen schnell und unbürokratisch mit unserem Angebot“, sagt Ilona Bockstette. Ein Nachweis der Bedürftigkeit wird nicht verlangt. In der Gruppe sind sich alle einig: Es macht Spaß und gibt ein gutes Gefühl, in der Gemeinschaft für einen wohltätigen Zweck zu arbeiten. Mit großem Eifer sind sie dabei, Kleidung entgegen zu nehmen, zu sortieren und an die Besucher kostenlos weiter zu geben. Seit vielen Jahren wird gut erhaltene Kinderbekleidung gesammelt für Ferienkinder aus der Region Gomel in Weißrussland, die besonders betroffen war von dem Reaktorunfall in Tschernobyl. Sie kommen jedes Jahr für vier Wochen zur Erholung nach Deutschland und sind in Gastfamilien untergebracht. In diesem Jahr werden vom 2. bis 4. Juni ca. 30 bis 40 Kinder in der Andreasgemeinde erwartet und vom Team der Kleiderkammer eingekleidet. Hierzu steuert auch der Andreas-Kindergarten Kinderbekleidung bei, die die Eltern für diesen Zweck dort abgegeben haben. Um stets einen ausreichenden Bestand an gut erhaltener Kleidung anbieten zu können, nimmt die Kleiderkammer gern Ihre gebrauchten und sauberen Kleidungsstücke, vor allem aber auch Geschirr, Bett- und Tischwäsche während der Öffnungszeiten entgegen. /AB

 

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Ev.-luth. Andreas Kirchengemeinde
49134 Wallenhorst, Uhlandstraße 61
Telefon (0) 5407 822 100