Ev.- luth. Andreasgemeinde Wallenhorst
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Andreas-Kindertagesstätte feierte Jubiläum

Am 2. Juni 2017 war es soweit.

Die Andreas-Kindertagesstätte feierte ihr 25 jähriges Jubiläum.

In der Mai-Ausgabe von Andreas Aktuell berichtete Kita-Leiterin Britta Finke über die Andreas-Kindertagesstätte und das bevorstehende 25-jährige Jubiläum.
Jetzt wurde ausgiebig an mehreren Tagen mit den Kindern, Eltern und Erzieherinnen gefeiert. 

Ein Höhepunkt war der abschließende Jubiläumsgottesdienst, den Pastor Friedemann Keller recht fröhlich gestaltete und an dem zahlreiche Ehrengäste und Wegbegleiter teilnahmen. Während er und Britta Finke Stationen der Baugeschichte Revue passieren ließen, holten die Kinder aus einer eigens dafür aufgestellten Schatzkiste die dazu passenden Symbole heraus: Einen Backstein für den Baubeginn, als aus einem Bolzplatz ein Kindergarten wurde, eine Architektenzeichnung, Besteck für den Bau der Mensa vor ca. sieben Jahren und eine Pampers für die Einrichtung der Krippe. In einem lustigen Sketch stellten drei Kinder ihre Erzieherinnen dar, nämlich mit Brille, weil sie so alt sind und die zum Lesen der „Apotheken-Rundschau“ benötigen. Erzieherin Silke Baum sang mit den Vorschulkindern einen Rap vom Brummbär, der sein R verloren hat, und das Gemüsehasserlied. Dazu begleiteten sich die Kinder selbst auf Cajons, die sie sehr gekonnt und rhythmisch schlugen. Die Instrumente hatte die Andreasgemeinde gespendet. Diese war bis zum Jahr 2014 Trägerin der Kita. Danach ging die Trägerschaft auf den Kirchenkreis Osnabrück über.

 Für diesen dankte Superintendent Dr. Joachim Jeska für die gute und vielschichtige pädagogische Arbeit in der Kita und überreichte Britta Finke eine große Blumenschale, die jetzt den Eingang des Kindergartens ziert. Er denke an einen Vers aus der Bergpredigt: „Sorgt euch nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen“ und sei sich sicher, dass die Andreas-Kita weiterhin einen guten Weg vor sich habe. Dass die musische Erziehung nicht zu kurz komme, habe man eindrucksvoll hören und sehen können. Es sei wichtig, den Kindern eine multiple Sicht auf die Welt zu vermitteln mit vielerlei Perspektiven, um die Schöpfung Gottes zu verstehen.

Aber auch andere Förderungen wie das Projekt der „Sandkasteningenieure“, das der Unternehmer Wolfgang Rabe vor zehn Jahren initiierte, machen die Andreas-Kita zu einer außergewöhnlichen Einrichtung, die allseits große Anerkennung findet. Wolfgang Rabe setzt auf Frühförderung und engagierte Studenten der Universität Osnabrück, die in der Kindertagesstätte mit den Kindern kleine naturwissenschaftliche Experimente durchführen. Deutschland habe bekanntlich einen Mangel an Ingenieuren, unter dem auch seine Firma leide, sagte Rabe. Ein Grund, warum so wenige junge Leute Ingenieur werden wollten, sei eine gewisse Technikfeindlichkeit in den Familien, die den Kindern ihre natürliche Lust an den Naturwissenschaften nehme, habe er festgestellt. Er möchte Vorschulkinder für Technik begeistern und hebt hervor, wie souverän die Studenten mit den Kindern umgehen.

Klaus Havliza, Kirchenvorstand der Andreaskirche, begrüßte in seiner Moderation ganz besonders Superintendent Burghard Klemenz, der als damaliger Andreas-Pastor am Aufbau des Kindergartens maßgeblich beteiligt war. Er war eigens zum Jubiläum aus Leer angereist.

Auch MdL Clemens Lammerskitten verbindet besondere Erinnerungen vor allem an das Gebäude. Vor 25 Jahren war er für das Bauvorhaben der Andreasgemeinde in der Gemeindeverwaltung zuständig. Damals habe es große Diskussionen um die Architektur gegeben, die nicht allen Wallenhorster Bürgern gefiel. Vielen war es zu futuristisch.
Bürgermeister Otto Steinkamp dankte Wolfgang Rabe als Ideengeber der Sandkasteningenieure und für sein Engagement für das Netzwerk „MINT“ (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik), dem sich inzwischen weitere Wallenhorster Kindergärten, Schulen, Unternehmen und die Bürgerstiftung angeschlossen haben.

Ebenfalls ein silbernes Jubiläum können in diesem Jahr zwei Erzieherinnen feiern.

Silke Daniek und Jutta Stein sind von Anfang an dabei und wurden jetzt für ihre 25-jährige Tätigkeit geehrt.

 

1992 stellte Pastor Klemens sie ein. Sie richteten damals den Kindergarten mit ein, suchten sogar die Möbel mit aus. Wenn die beiden über ihre langjährige Kita-Tätigkeit sprechen, wird deutlich, wie verbunden sie sich mit ihrem Arbeitsplatz fühlen. Ein kleines Leuchten in ihren Augen ist nicht zu übersehen.

Jeder Tag sei eine neue Herausforderung, denn jedes Kind sei anders und individuell zu betreuen und zu fördern, sind sich Silke Daniek und Jutta Stein einig. Damit sie stets auf dem Laufenden sind, nehmen sie regelmäßig an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Auch an dem Portfolio des Kindergartens wirken beide maßgeblich mit.

Auch lustige Begebenheiten gibt es natürlich viele, wenn man mit Kindern zusammenarbeitet. So habe ein 2 1/2-jähriges Kind zu Jutta Stein gesagt: „Das Frühstück in der Mensa war voll cool!“ Und Silke Daniek wurde die Bewunderung zuteil: „Du riechst so gut, wie meine Oma“.

AB

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